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Was bedeuten Urlaubsentgelt, Urlaubsgeld, Urlaubsabgeltung?

Was ist der Unterschied zwischen Urlaubsentgelt, Urlaubsgeld und Urlaubsabgeltung?

Diese drei Begriffe bezeichnen tatsächlich nicht das gleiche:

  • Urlaubsentgelt: Das ist das Gehalt, das in der Zeit des Urlaubs gezahlt wird. Manchmal gibt es am Monatsende auf der Abrechnung keinen Unterschied, z.B. wenn ein festes Monatsgehalt gezahlt wird. Es gibt aber auch Tarifverträge, bei denen der für die Urlaubszeit zu zahlende Betrag aufwendig ermittelt werden muss, z.B. im Gerüstbauerhandwerk.
  • Urlaubsgeld: Ein zusätzlicher Betrag, den der Arbeitgeber zahlt; sozusagen ein Weihnachtsgeld im Sommer. Urlaubsgeld muss aber im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart worden sein. Einen gesetzlichen Anspruch darauf gibt es nicht.
  • Urlaubsabgeltung: Wenn das Arbeitsverhältnis endet, aber noch Urlaub offen ist, wird dieser ausgezahlt, also abgegolten, § 7 Abs. 4 BUrlG.

Muss ich zuviel gewährten Urlaub zurückzahlen?

Wenn Sie im Februar für zwei Wochen in die Sonne reisen und sich später entscheiden, zum 30.04. zu kündigen, dann haben Sie mehr Urlaub in Anspruch genommen, als Ihnen zusteht. Ihr Urlaubsanspruch wird gequotelt, weil Sie vor dem 30.06. ausscheiden. § 5 Abs. 3 BUrlG verbietet aber Ihrem Arbeitgeber, zuviel gezahltes Urlaubsentgelt zurückzufordern. Mit Urlaubsentgelt ist das weitergezahlte Gehalt gemeint. Denn für vier Monate stehen Ihnen nur sieben Urlaubstage zu. Die fehlenden drei Tage muss er trotzdem bezahlen.

In Tarifverträgen können abweichende Regelungen vereinbart werden.

Kann ich mir den Urlaub auszahlen lassen?

Im laufenden Arbeitsverhältnis muss der Urlaub entweder genommen werden oder er verfällt. Es gibt nur einen einzigen Fall, in dem der Urlaub ausgezahlt werden darf: Das Arbeitsverhältnis endet, § 7 Abs. 4 BUrlG.

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